Studio Leistungen Wissen Termin buchen
← Zurück zum Wissenszentrum Lasertechnologie

755, 808 oder 1064 nm – welche Laser-Wellenlänge passt zu Ihrem Hauttyp?

Nicht jeder Laser ist gleich. Die Wellenlänge – gemessen in Nanometern (nm) – bestimmt, wie tief das Licht in die Haut eindringt und für welchen Hauttyp ein Laser geeignet ist. Die drei wichtigsten Systeme für die Haarentfernung sind Alexandrit (755 nm), Diode (808 nm) und Nd:YAG (1064 nm).

Das Grundprinzip: selektive Photothermolyse

Jeder Haarentfernungslaser nutzt dasselbe Prinzip: Das Licht einer bestimmten Wellenlänge wird vom Melanin im Haar absorbiert, in Wärme umgewandelt und schädigt so die Haarwurzel. Je nach Wellenlänge wird das Licht unterschiedlich stark vom Pigment aufgenommen und dringt unterschiedlich tief in die Haut ein. Genau das entscheidet darüber, welcher Laser für welche Kombination aus Haut- und Haartyp am besten geeignet ist.

Alexandritlaser – 755 nm

Der Alexandritlaser arbeitet mit 755 nm und hat die höchste Melaninaffinität der drei Systeme. Das macht ihn besonders effektiv bei hellen Hauttypen (Fitzpatrick I–III) mit feinem bis mittlerem, dunklem Haar. Weil das Licht stark vom Pigment absorbiert wird, ist er auf gebräunter oder dunkler Haut weniger geeignet – das Risiko von Pigmentveränderungen steigt. Die kürzere Wellenlänge dringt weniger tief ein und kann als etwas intensiver empfunden werden.

Diodenlaser – 808 nm

Der Diodenlaser (meist 808–810 nm) gilt als Allrounder. Seine Wellenlänge dringt tiefer ein als die des Alexandritlasers und wird vom Melanin etwas moderater aufgenommen. Dadurch eignet er sich für ein breiteres Spektrum an Hauttypen (I–IV) und besonders gut für großflächige Areale wie Beine, Rücken oder Brust. In Kombination mit einer integrierten Kontaktkühlung ist die Behandlung vergleichsweise komfortabel – einer der Gründe, warum er heute am weitesten verbreitet ist.

Nd:YAG-Laser – 1064 nm

Der Nd:YAG-Laser nutzt mit 1064 nm die längste der drei Wellenlängen. Er dringt am tiefsten in die Haut ein und wird vom Melanin in der Oberhaut nur gering absorbiert. Das macht ihn zur sichersten Option für dunklere Hauttypen (Fitzpatrick IV–VI) sowie für gebräunte Haut, weil die Epidermis geschont wird. Auch tief sitzende, kräftige Haare lassen sich gut behandeln. Da das Pigment weniger Licht aufnimmt, sind teils höhere Energien nötig, was als intensiver empfunden werden kann.

Und IPL? Kein Laser

Häufig wird IPL (Intense Pulsed Light) mit Laser verwechselt. IPL ist jedoch kein Laser, sondern nutzt ein breites Lichtspektrum (etwa 500–1200 nm). Es arbeitet weniger gezielt und ist in der Regel weniger wirksam als ein Laser mit definierter Wellenlänge.

Die drei Wellenlängen im Überblick

Laser Wellenlänge Ideal für Hauttyp Stärke
Alexandrit755 nmI–III (hell)Sehr effektiv bei feinem, hellem Hauttyp
Diode808 nmI–IVAllrounder, ideal für große Areale
Nd:YAG1064 nmIV–VI & gebräuntSicher bei dunkler Haut, tiefe Haare

Welche Wellenlänge ist die beste?

Es gibt keine pauschal „beste" Wellenlänge – entscheidend ist die Kombination aus Hauttyp, Haarfarbe und -stärke sowie der behandelten Körperzone. Moderne Geräte vereinen häufig mehrere Wellenlängen, um für jeden Hauttyp das passende Profil zu bieten. Welcher Laser für Sie geeignet ist, klären wir in einer persönlichen Beratung anhand einer Hauttyp-Analyse nach der Fitzpatrick-Skala.

Unsicher, welcher Laser zu Ihnen passt?

In einer kostenlosen Erstberatung analysieren wir Ihren Hauttyp und empfehlen die passende Behandlung.

Kostenlose Beratung buchen

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung.